VHS-Kursprogramm | Wissensturm Linz

Menschenrechte in der öffentlichen Debatte (25.11080)

Medienstrategien zur Verteidigung von Demokratie und Meinungsfreiheit

Veranstaltung: Menschenrechte in der öffentlichen Debattel; Copyright: Mark Pock, PULS 24_Moni Fellner, Thomas Dalby, privat



Das digitale Zeitalter hat neue Formen der Beteiligung am politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben hervorgebracht, zugleich aber auch Herausforderungen für die Meinungsfreiheit geschaffen. Aktuelle politische Entwicklungen zeigen, wie weitreichend die Macht von Bigtech-Plattformen wie X oder Meta, durch Einflussnahme auf die öffentliche Meinungsbildung, dem illiberalen Umbau von Politik und Staat in die Hände spielt. Desinformation, Fake News und Deep Fakes bedrohen die Meinungsfreiheit, ebenso wie die intransparente Inhaltsmoderation großer Online-Plattformen und ihre Zusammenarbeit mit autoritären Regimen. Darüber hinaus verstärken Algorithmen extreme Positionen und heizen die Polarisierung an.

Mit der Veranstaltung sollen Menschenrechte - vor dem Hintergrund der Veränderungen in der digitalen Medienwelt - als nicht verhandelbare Säule der demokratischen Ordnung in einen zeitgemäßen Rahmen gesetzt werden. Wie groß ist die Bedrohung durch die Macht der Big Tech-Plattformen? Welche geeigneten Strategien für Medien und Zivilgesellschaft zur Verteidigung von Demokratie und Meinungsfreiheit können daraus abgeleitet werden?

VORTRÄGE:

STEPHANIE KRISPER (Juristin und Politikerin):
Toxische Infosphäre versus Menschenrechte - was hat die Politik zu tun?

Die dramatischen Veränderungen in der Medienwelt, die unter dem Einfluss mächtiger Player steht, gefährden Menschenrechte und Demokratie. Was kann und muss die Politik tun?

LADISLAUS LUDESCHER (Wissenschafter, Goethe Universität Frankfurt):
Vergessene Welten und blinde Flecken
Die mediale Vernachlässigung des Globalen Südens

Die mediale Vernachlässigung des Globalen Südens ist eklatant. Nur etwa 10 Prozent der Sendezeit in den reichweitenstärksten Nachrichtensendungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz entfallen auf den Globalen Süden, obwohl dort ca. 85 Prozent der Weltbevölkerung leben. Der Impulsvortrag stellt die wichtigsten Ergebnisse einer Langzeit-untersuchung von Leitmedien vor.

CORINNA MILBORN (Politikwissenschafterin, Journalistin, Infodirektorin ProSiebenSat1Puls4)
Faschismusmaschinen
Wie Social-Media-Monopole Radikalisierung pushen und Demokratie und Menschenrechte unterhöhlen

Corinna Milborn beschreibt soziale Medien und Plattformen wie Meta, Google/YouTube und TikTok als "Faschismusmaschinen": Sie seien nicht Räume des demokratischen Gemeinwesens, sondern werden von Algorithmen beherrscht, die durch Maximierung von Aufmerksamkeit Hass, Radikalisierung und Desinformation verbreiten und damit die Grundlagen von Demokratie und Menschenrechten zerstören.

LUIS PAULITSCH (Jurist und Medienethiker; DATUM STIFTUNG)
Propaganda gegen Menschenrechte? Kampagnen und Gegenstrategien

Im digitalen Raum fahren selbsternannte"Alternativmedien2 regelmäßig Kampagnen gegen bestimmte Personengruppen. Die Angriffe auf demokratische Institutionen beeinflussen zusehends die öffentliche Debatte. Wie kann die Gesellschaft hier gegensteuern?

WORKSHOPS:

Hyperlokalität als Gegenmodell zu algorithmischer Polarisierung
Elisabeth Bauer, Programm-Managerin bei fjum - (Forum Journalismus und Medien)

Menschenrechte verteidigen - Versuch einer praktischen Anleitung
SOS-Menschenrechte, Elke Aigner, Geschäftsführung und Bernd Blank, Projektleitung

Menschenrechte auf die Titelseite
Christine Tragler, Chefredakteurin Südwind-Magazin


Freitag, 20.3.2024, 14.00 - 19.00 Uhr
Wissensturm, 15. Stock
Teilnahme kostenlos, Anmeldung erbeten unter www.vhs.linz.at oder bei
claudia.palaoro@mag.linz.at

Eine gemeinsame Veranstaltung von DORFTV, VHS Linz und mehr demokratie!
Gefördert aus den Mitteln der Österreichischen Gesellschaft für politische Bildung



1 Zusammenkunft am 20.03.2026

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Wissensturm; Seminarraum 15.06
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Wissensturm; Seminarraum 15.04