"Enttäuscht in unseren Träumen und Hoffnungen (...)" - Polnische NS-Überlebende nach der Befreiung und als Displaced Persons in Linz (22.13090)

Mit Ende des Zweiten Weltkrieges galten etwa 11 Millionen Menschen als Displaced Persons. Diese waren vor allem befreite zivile Zwangsarbeitende, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge. Auch in Linz gab es über die ganze Stadt verteilt DP-Camps. Noch zur Jahreswende 1945/46 harrten mehr als 735 000 DPs im deutschsprachigen Raum aus. Einige blieben aus gesundheitlichen Gründen. Zudem hatte ein erheblicher Teil oft ohnehin spätestens mit Kriegsende aufgrund von Grenzverschiebungen den eigenen Besitz verloren. Viele hatten keinerlei Kontakt zu Angehörigen, sofern diese überhaupt noch lebten. Selbst wenn eine Rückkehr möglich war, stellte sich für nicht wenige die Frage, wohin sie eigentlich zurückkehren sollten. Neben Kriegszerstörungen und fehlender wirtschaftlicher Perspektive verunsicherten die politischen Entwicklungen in Osteuropa. Für Jüd*innen spielte auch Antisemitismus eine wesentliche Rolle. Der von den Alliierten zunächst als kurze Übergangszeit verstandene Aufenthalt in DP Camps wurde zu einem Zustand, der sich verfestigte und andauerte.
Der Vortrag fokussiert auf das Schicksal der v.a. polnischen, christlichen Displaced Persons in Linz und präsentiert erstmals öffentlich das Tagebuch von Antoni Zok, einem polnischen KZ-Überlebenden.
Moderation: Assoz. Univ.-Prof.in Dr.in Birgit Kirchmayr

Eintritt frei

VHS Linz in Kooperation mit dem Zeitgeschichte Museum der voestalpine und dem Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte der JKU Linz


Kursleiter*in: MA Sarah Grandtke

1 Zusammenkunft am 21.11.2022

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Vortrag kostenlos

 

 

Offene Termine

Datum/Zeit Referent*in Ort
Mo. 21.11.2022
19:00 - 21:00 Uhr
Wissensturm; Seminarraum 15.04